ACK Hessen-Rheinhessen
hat einen neuen Vorstand gewählt
In Ihrer Delegiertenversammlung am 19. Februar im Gemeindezentrum der katholischen St. Bonifatiusgemeinde in Gießen hat die älteste regionale Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland einstimmig einen neuen Vorstand gewählt. Alle anwesenden Delegierten der 15 Mitglieds- und 6 Gastmitgliedskirchen dieses über die Grenzen Hessens hinausgehenden ökumenischen Gremiums waren sich nach geheimer Abstimmung einig: Pfarrer Jörg Bickelhaupt als Ökumenereferent der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wurde zum Vorsitzenden berufen. Der engagierte Ökumeniker – auch bekannt aus dem Zentrum Ökumene in Frankfurt - bekleidete bereits früher in der ehemaligen „ACK Rhein-Main“ zeitweise sowohl die Position des Geschäftsführers, als auch den des Vorsitzenden. Superintendent Carl Hecker von der evangelisch-methodistischen Kirche und Frau Diplom-Theologin Brigitte Görgen-Grether als Leiterin des Referates „Theologische Bildung“ im Dezernat „Pastorale Dienste“ des katholischen Bistums Limburg zu seinen Stellvertretern.
Den ehemaligen Vorstandsmitgliedern - Dekan Hans-Dieter Credé aus Witzenhausen von der Evang. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pastorin Doris Hege aus Frankfurt von der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennonitengemeinden und Ordinariatsrat Msgr. Dr. Anton van Hooff vom Bistum Mainz - sprach der ACK-Geschäftsführer, Baptistenpastor Lothar Peitz aus Taunusstein, seinen Dank aus. Nach der Fusion des Rates Christlicher Kirchen in Nordhessen mit der ACK Rhein-Main Anfang 2007 hat der ehrenamtlich arbeitende Vorstand ungeheures geleistet, um den ökumenischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. So feierte man beispielsweise erst kürzlich in Fulda „50 Jahre Ökumene in Hessen“.
Auch der neue Vorstand steht gleich vor einer wichtigen Aufgabe, gilt es sich doch auf den bevorstehenden 2. Ökumenischen Kirchentag vom 12. bis 16. Mai in München vorzubereiten.
Pastor Lothar Peitz, Geschäftsführer der ACK Hessen/Rheinhessen

(v. l.: Brigitte Görgen-Grether, Doris Hege, Hans-Dieter Credé, Jörg Bickelhaupt, Carl Hecker und Lothar Peitz)
ACK Hessen-Rheinhessen gegen
mehr verkaufsoffene Sonntage ab 2011
Während ihrer Delegiertenversammlung am 16. Juni auf dem Herrnhaag bei Büdingen plädierten die Delegierten der ACK Hessen-Rheinhessen für ein Engagement gegen weitere verkaufsoffene Sonntage ab 2011. Hintergrund: In Hessen läuft die aktuelle Regelung von maximal 4 Sonntagen im Jahr aus, an denen die Geschäfte aus besonderen Anlässen auch am 7. Wochentag geöffnet sein dürfen. Der ACK-Vorsitzende, Pfarrer Jörg Bickelhaupt vom „Zentrum Ökumene“ Frankfurt, äußerte sich kritisch: „Es steht zu befürchten, dass die Aufweichung der ohnehin schon geltenden Feiertagsregelung noch weiter zunimmt.“ Die Delegierten der 21 Gast- und Mitgliedskirchen der regionalen ACK fassten den Entschluss, sich bei ihren Kirchenleitungen für eine Vernetzung aller Kirchen stark zu machen, um die in Gründung befindliche hessische Initiative „Allianz für einen freien Sonntag“ nach Kräften zu unterstützen.
Anlass der Delegiertenversammlung war der kürzlich begangene 250. Todestag von Nikolaus Graf von Zinzendorf, dem Begründer der „Herrnhuter Brüdergemeine“. Bewusst gewählter Treffpunkt war der „Herrnhaag“ in Sichtweite der Ronneburg, Ausgangspunkt dieser weltweiten Bewegung seit Mitte des 18. Jahrhunderts, die sich inzwischen seit über einem Vierteljahrtausend für die Verbreitung des Evangeliums von Jesus Christus – gepaart mit großem sozial-diakonischem Engagement – international einsetzt. „Bereits ihrem Gründervater Zinzendorf lagen besonders die gesellschaftlichen Randgruppen am Herzen“, betonte der Referent der ACK-Delegiertenversammlung, Prof. Dr. Peter Zimmerling von der Theologischen Fakultät Leipzig. Abgerundet wurde das Treffen mit einer Führung über das wunderschöne und historisch so bedeutsame Gelände durch Christoph Waas, dem Pfarrer der „Brüdergemeine“ im Rhein-Main-Gebiet. Seit etwa 30 Jahren engagiert sich der Geistliche für eine Restaurierung dieser Herrnhuter Mustersiedlung, die inzwischen wieder Anlaufstelle für viele ökumenisch ausgerichtete Freizeiten, Tagungen und besonders auch für Menschen in notvollen Lebenssituationen geworden ist.